. . . "Zirkus"
Das in Zirkusbetrieben die Tierhaltung sowie deren Versorgung
niemals artgerecht gewährleistet ist, wird leider von den meisten Menschen völlig ignoriert.
Auch in diesem Themenbereich sollte man über unsere
oberflächliche "Spaßgesellschaft" einmal gründlich nachdenken
Die Tiere sind diejenigen die im wahrsten Sinne des Wortes "vorgeführt" werden
Zirkus - kein Spaß für Tiere!
Bären, die Roller fahren, Tiger, die durch brennende Reifen springen… Solche und ähnliche „Kunststückchen“, wie sie in Zirkussen gerne dargeboten werden, haben mit dem natürlichen Verhalten der Tiere nichts zu tun. Zwischen 200 und 350 fahrende Zirkusunternehmen gibt es in Deutschland, und bis auf wenige Ausnahmen haben sie Wild- und Haustiere im Programm. Die ständigen Ortswechsel, die häufigen Transporten und der damit einhergehende Raum- und Bewegungsmangel setzen den Tieren sehr zu. Ein artgerechtes Leben ist unter diesen Bedingungen nicht möglich. Auch die medizinische Versorgung lässt oft zu wünschen übrig. Alte oder kranke Tiere werden zum Teil einfach abgeschoben, wie die Elefantenkuh Maya vom Zirkus Giovanni Althoff: Nachdem der Tierarzt ihr eine besonders schmerzhafte Arthrose bescheinigt hatte, ließ das Unternehmen sie bei der Weiterreise einfach zurück.Dies berichtete die Tierrechtsorganisation PETA. Maya lebt heute im Zoo Heidelberg. Das Problem: Wenn Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gemeldet werden, ist es aufgrund der ständigen Ortswechsel sehr einfach für die Unternehmen, sich der Kontrolle durch die jeweils zuständigen Amtstierärzte zu entziehen. Zudem gibt es in Deutschland bislang kein Gesetz, das die Haltung und Unterbringungen von Tieren in Zirkussen regelt. Es existieren lediglich Leitlinien, die noch dazu nicht rechtsverbindlich sind. So bleiben Verstöße gegen das Tierschutzgesetz oft ohne Folgen für die Angezeigten. Und die Tiere leiden weiter. Erste Lichtblicke: In Österreich wurde die Haltung von Wildtieren in Zirkussen bereits zum Jahresbeginn 2005 gesetzlich verboten. Und der renommierte Zirkus Roncalli beschränkt sich mittlerweile auf Pferdedressuren: Wir haben gezeigt, dass man Zirkus ohne Tiere und wilde Exoten machen kann", zitiert die österreichische Web-Zeitung „oe24“ den Roncalli-Gründer und Direktor Bernhard Paul. Das Unternehmen setzt stattdessen auf Artisten, Gauklern, Clowns, Musiker, Tänzer und Pantomime. Dass es auch ganz ohne Tiere geht, beweisen die folgenden Zirkusse: „Flic-flac“, „Manege“, „Swamp“, „Meer“, „Cirque du Soleil“ und der Chinesische Staatszirkus. Wir fordern deshalb ein generelles Verbot von Tieren in Zirkussen!
Was Sie tun können:
Besuchen Sie keine Zirkusse mit Tieren, denn Sie unterstützen damit die Nachfrage, das jeweilige Unternehmen und
entsprechend auch diese Art der Tierhaltung!
Schreiben Sie Leserbriefe an Ihre Tageszeitung, wenn ein Zirkus in Ihrer Stadt gastiert, und weisen Sie
auf die oben genannten Probleme hin!
Klären Sie auch Freunde und Bekannte auf, falls diese beabsichtigen, eine Vorstellung zu besuchen!
Unterstützen Sie Zirkusse, die ohne Tiere arbeiten, durch Ihren Besuch oder durch lobende Leserbriefe,
wenn sie in Ihrem Ort gastieren.
Setzen Sie sich für ein generelles Verbot von Tieren in Zirkussen ein unter www.zirkus-ohne-tiere.de!
Pressemitteilung
Demonstrationsveranstaltung gegen die Haltung und Dressur von Wildtieren im Zirkus Voyage
Eine artgerechte Haltung von Wildtieren in Zirkusbetrieben ist unmöglich: ständige Ortswechsel, häufige Transporte, die klimatischen Verhältnisse, extremer Raum- und Bewegungsmangel, die Dressur, die den natürlichen Verhaltensweisen entgegen läuft, und oftmals unzureichende tierärztliche Versorgung belasten die Tiere extrem. Häufig treten bei Zirkustieren Verhaltensstörungen auf, die Symptome für schweres Leiden sind. Die Tiere werden ihrer Freiheit, ihrer Würde und ihrer Selbstbestimmtheit beraubt und für das Vergnügen und die Unterhaltung der Menschen verbringen sie ein Leben in Gefangenschaft.
Aus diesem Grunde demonstrierten am 15.11.06, von 18-20 Uhr Mitglieder des Netzwerkes Tierrechte OWL vor dem Zirkus Voyage an der Radrennbahn/ Ecke Ziegelstr..
Der Zirkus Voyage führt u.a.Tiger, Elefanten, Giraffen, Kamele, Zebras, Lamas, und Alpakas mit sich und wirbt in der Presse damit, Unterhaltung der Zukunft zu bieten.
Doch der Zirkus der Zukunft sollte ohne Freiheitsberaubung, Zwangsarbeit und Entwürdigung von Tieren auskommen. Der Zirkus der Zukunft sollte durch die Leistungen menschlicher Artisten bestechen