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Tierversuche

Jagd

Island beginnt mit Walfang

 

 

 


 

19.06.07  Endlich! – Erfolg für den Tierschutz: EU verbietet Einfuhr von Katzen- und Hundefellen

Zur Verabschiedung der EU-Verordnung gegen den Import von Katzen- und Hundefellen in die Europäische Gemeinschaft erklärt Undine Kurth, parlamentarische Geschäftsführerin und tierschutzpolitische Sprecherin

Diese Entscheidung war überfällig, denn die freiwillige Selbstverpflichtung von Handel und Bekleidungsherstellern wurde systematisch unterlaufen. Mit dem Import- und Handelsverbot werden Tierschutz und Verbraucherschutz gestärkt.Wir begrüßen insbesondere, dass es gegenüber dem Entwurf der Kommission gelungen ist, Ausnahmeregelungen vom Importverbot zu streichen. Damit sind alle Hintertüren geschlossen, über Umwege und falsche Deklarierungen doch noch Felle nach Europa einzuführen, die auf grausamste Weise vor allem im asiatischen Raum gewonnen werden. Für diesen Erfolg haben wir uns auf allen politischen Ebenen immer wieder eingesetzt, genauso wie die Tierschutzverbände und die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union, die sich mit Briefen, Emails und Petitionen an die Kommission gewandt hatten und einen verbesserten Tierschutz im Bereich des Handels mit Fellen gefordert hatten. Wir hoffen, dass diese Verordnung ein Signal an andere Länder aussendet, diesem Verbot zu folgen. Die Europäische Gemeinschaft muss nun sicherstellen, dass die Bestimmungen der Verordnung konsequent durchgesetzt und Verstöße geahndet werden.

http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/187/187563.htm

 


 

 

13.10.06  Auch Kaufhof steigt aus dem Pelzhandel aus

Pelzindustrie verliert in nur drei Monaten fünf Bekleidungsketten

Nach Peek & Cloppenburg (Nord und West), Appelrath-Cüpper und Pohland steigt nun auch Galeria Kaufhof vollständig aus dem Handel mit Echtpelzprodukten aus. Ab dem Geschäftsjahr 2007 werden »keine Pelze bzw. Bekleidung mit Echtpelz-Applikationen und -Besatz« mehr geordert, aktuelle Warenbestände werden abverkauft. Dies gab das Unternehmen am gestrigen Donnerstag per Pressemitteilung bekannt. Innerhalb von weniger als drei Monaten hat die  Pelzindustrie damit fünf der größten noch Pelz verkaufenden Bekleidungsketten verloren.

»Der Verkauf von Pelz in Mode- und Kaufhausketten ist für die Pelzindustrie von großer Bedeutung«, meint der Sprecher der Offensive gegen die Pelzindustrie. Im Gegensatz zu reinen Pelzgeschäften würden hier die Kundinnen und Kunden von morgen gewonnen - die Hemmschwelle, einmal einen Pelz "anzuprobieren", sei hier viel geringer. »Die Entscheidung der Kaufhof Warenhaus AG ist als klarer Sieg gegen die Pelzindustrie zu werten, da ihnen mehr und mehr die Verkaufsflächen entzogen werden. Wir sind ob dieser Nachricht nun umso motivierter und planen bereits an unserer nächsten Kampagne«, so der Sprecher der Offensive weiter.

Die Offensive gegen die Pelzindustrie ist ein internationaler Zusammenschluss verschiedener Gruppen und Einzelpersonen, die sich zum Ziel gesetzt haben, den Pelzhandel in all seinen Erscheinungsformen abzuschaffen (Pelzverkaufsstopp in Waren- und Modehäusern, Schließung von Pelzläden und sog. Pelztierfarmen). Nach Kampagnen der Offensive wurden bereits C&A, die KarstadtQuelle AG, sowie zuletzt - nach ca. vier Jahren intensiver Protestaktionen - Peek & Cloppenburg dazu bewegt, den Handel mit Echtpelzen aufzugeben. Auch gegen Galeria Kaufhof wurde bereits eine großangelegte Kampagne geplant, die im November starten sollte. Im Rahmen der Demonstration Köln-Pelzfrei beteiligten sich am 30. September bereits über 400 Tierrechtlerinnen und Tierrechtler an einer ersten großen Kundgebung gegen das Unternehmen. Allein durch Verhandlungen und dem Androhen von Protesten konnte die Offensive gegen die Pelzindustrie beim Otto-Versand, der Inditex-Gruppe (Zara) sowie zuletzt bei Appelrath-Cüpper und Pohland einen Ausstieg aus dem Pelzhandel erreichen.

Noch immer werden jedes Jahr Millionen von Tieren für Pelzprodukte getötet, die auch in Deutschland verkauft werden, so unter Anderem Füchse, Kaninchen, Nerze, Katzen, Hunde, Waschbären und Chinchillas. Tierrechtlerinnen und Tierrechtler fordern die Beendigung der Tierausbeutung in all ihren Formen. Die Pelzindustrie ist eines der erklärten Hauptziele und die Kampagnen und Proteste gehen weiter, bis jeder Käfig leer steht und kein Tier mehr gequält und getötet wird.

 

 

 


 

 

 

-Tierversuche-

29. 09.2006  Ärzte gegen Tierversuche e.V.  Presseerklärung,

 

Zum Welttierschutztag:

Ärzte gegen Tierversuche verleihen Preis für Krebsforschung ohne Tierversuche

 

Zum Welttierschutztag vergeben die Ärzte gegen Tierversuche erstmals einen Wissenschaftspreis für tierversuchsfreie Krebsforschung. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung geht an den Freiburger Informatiker, Toxikologen und Chemiker Dr. Christoph Helma.

 

Helma, der am Zentrum für Datenanalyse und Modellbildung der Freiburger Universität forscht, hat ein Computerprogramm entwickelt, mit dem krebserregende Eigenschaften von Chemikalien erkannt werden können. Das Programm "lazar" vergleicht die Strukturen von chemischen Verbindungen. Um herauszufinden, ob eine unbekannte Substanz möglicherweise krebserregend ist, sucht das Programm nach ähnlichen, in einer Datenbank gespeicherten Strukturen. Daraus lassen sich Prognosen für die Schädlichkeit einer neuen Chemikalie berechnen.

 

"Solche modernen Testsysteme erlauben im Gegensatz zu den üblichen Tierversuchen, bei denen Ratten, Mäusen und anderen Tieren Substanzen verabreicht werden, schnelle und sichere Aussagen," erläutert Dr. med. vet. Corina Gericke von Ärzte gegen Tierversuche.

"Tierversuche zur Testung krebserregender Eigenschaften dauern Jahre und sind zudem ausgesprochen unzuverlässig, da Menschen oft ganz anders reagieren als Versuchstiere. So vertragen Ratten beispielsweise 300-mal mehr Asbest als Menschen, bevor sich bei ihnen Tumore entwickeln," so Gericke weiter.

 

Helmas Arbeit ist auch vor dem Hintergrund der EU-Chemikalien-Richtlinie REACH, die voraussichtlich nächstes Jahr in Kraft tritt, von besonderer Bedeutung. Die EU will 30.000 Chemikalien, die seit mehr als 25 Jahren auf dem Markt sind, an Millionen von Tieren auf ihre Gefährlichkeit für den Menschen testen. Für die Ärzte gegen Tierversuche ist klar, dass das Chemikalienprogramm der EU zum Scheitern verurteilt ist, wenn man sich auf den Tierversuch verlässt. Nur tierversuchsfreie Testmethoden wie Helmas Computerprogramm können Mensch und Umwelt vor schädlichen Chemikalien schützen.

 

Mit dem Krebsforschungspreis will der Verband Helmas hervorragende Arbeit auszeichnen und gleichzeitig vor allem jungen Wissenschaftlern einen Anreiz bieten, tierversuchsfrei zu forschen.

 

 

Pressetermin Preisverleihung:

Mittwoch, 4. Oktober 2006, 19.00  Uhr

Universität Freiburg, Haus „Zur Lieben Hand“, Löwenstraße 16, 79098 Freiburg

 

Ärzte gegen Tierversuche e.V. ist eine Vereinigung von mehreren Hundert Medizinern

und Wissenschaftlern, die den Tierversuch aus ethischen und medizinischen Gründen ablehnen.

Ärzte gegen Tierversuche e.V., Landsbergerstr. 103, 80339 München, Tel: 089-3599349,

Fax 089-35652127, info@aerzte-gegen-tierversuche.de, www.aerzte-gegen-tierversuche.de

 

 


 

-Jagd-

Jäger verlor seinen Jagdschein
Ein Jäger, der meint, auf ein Wildschwein zu zielen, stattdessen aber einen Hund erschießt, verliert seinen Jagdschein. Dies hat das Verwaltungsgericht Neustadt bestätigt. Im entschiedenen Fall hatte der Kläger, der seit fünf Jahren im Besitz eines Jagdscheins ist, im August gegen 20.35 Uhr aus einer Entfernung von ca. 70 m einen Mischlingshund auf einem Wiesengelände erschossen. Der Hund gehörte einem Ehepaar, welches einen nahe gelegenen landwirtschaftlichen Hof bewirtschaftet; die Frau arbeitete gerade in einem der Wiese benachbarten Maisfeld. Wegen dieses Vorfalls erklärte die Jagdbehörde den Jagdschein des Klägers für ungültig und zog ihn ein; für die Wiedererteilung wurde zudem eine Sperrfrist von drei Jahren festgesetzt. Hiergegen erhob der Betroffene nach erfolglosem Widerspruchsverfahren Klage und machte geltend, dass er den Hund in der fortgeschrittenen Dämmerung wegen seines dunklen Rückens für ein Wildschwein gehalten habe. An der betreffenden Stelle seien zudem Saufährten vorhanden gewesen. Das Gericht hat die Klage abgewiesen: Die Einziehung des Jagdscheins sei zu Recht erfolgt. Der Kläger habe eine grundlegende Jagdpflicht in erheblicher Weise verletzt, nämlich die Pflicht, vor der Schussabgabe eine eindeutige Identifizierung des Tieres vorzunehmen. Sein Verhalten lasse ein solches Maß an Unverantwortlichkeit erkennen, dass berechtigte Zweifel daran bestünden, ob er bei der Ausübung der Jagd Waffen mit der erforderlichen Vorsicht führe. Verwaltungsgericht Neustadt, Urteil vom 10. August 2006 – 4 K 758/06.NW.

Weitere Urteile, in denen Gerichte sich pro Hund, bzw. den Halter entschieden haben, finden Sie in der Oktober-Ausgabe von Partner Hund.
Oktoberausgabe von Partner Hund.